Heilpädagogik - Geschichte

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Superstars der Heilpädagogik

 

"Taubstumme" - Gehörlose und Schwerhörige
 

Abbé de l´Epée:
gründet 1770 die erste Schule für Taubstumme in Paris [ weitere Infos ]

Becker, Klaus-Peter: Sprachheilpädagoge und Mitgründer der Rehabilitationspädagogik in der DDR.

Georgens, Jan Daniel und Deinhardt, Heinrich Marianus:
Gründen 1854 die "Heilpflege- und Erziehungsanstalt Levana" in Baden bei Wien. Sprechen sich erstmals für die Beschulung Geistigbehinderter aus.

Guggenmoos:
1816 erster besonderer Schulunterricht für schwerhörige Kinder [ weitere Infos ]

Heinicke, Samuel:
gründet 1778 die erste Schule für Taubstumme in Deutschland [ weitere Infos ]

Itard, J.M.G.:
Arzt am Nationalinstitut für Taubstumme. Begann um 1800 einen Erziehungsversuch mit dem Wildkind "Victor" [ mehr Infos ]

 

Lernbehinderte

Jordan, Peter:
Schreibt 1522 das Buch "Leyenschul. Wie man künstlich und behend schreyben und lesen soll lernen" [ weitere Infos ]

Stötzner, Heinrich Ernst:
Befürworter und Gründer einer Hilfsschule in Leipzig (1881). Seine Schrift "Schulen für schwachbefähigte Kinder" drückten zum ersten Mal den Begriff Hilfsschule klar aus. [ weitere Infos ]

 

Blinde/ Sehbehinderte

Braille, Louis:
Begründer der "Braille"-Schrift. [ weitere Infos ]

Hauy, Valentin:
Gründete 1784 die erste Blindenschule: das Institut National des Jeunes Aveugles in Paris [ weitere Infos ]
 

 

Erziehungsschwierige/ Verhaltensauffällige

Falk, Johannes (1768-1826):
Gründet 1813 "Gesellschaft der Freunde in Not"

Leyen, Ruth von der:
Gründet im Oktober 1918 den "Deutschen Verein zur Fürsorge für jugendliche Psychopathen"

Pestalozzi (1746-1827):
Förderung schwieriger Kinder durch eine Art Familienerziehung in Anstalt und durch psychologisch begründeten Unterricht

Wagemann:
Gründet 1784 in Göttingen die erste Industrieschule

Wichern, Johann Hinrich (1808-1888):
Gründet 1833 das "Rauhe Haus"
 
 

Körperbehinderte

Edler, Johann Nepomuk:
Gründet 1833 die 1. Bildungsanstalt für Körperbehinderte

Heine, Johann Georg:
Gründet 1816 das 1. orthopädische Institut in Deutschland

Ludwig, Mathias:
Gründet 1816 einen Vorläufer der Krankenschule: Kinder werden am Krankenbett unterrichtet

Werthmann:
1887 Gründung des "Deutschen Caritasverbandes"

 

Geistigbehinderte

Bach, Heinz:
erster Inhaber des Lehrstuhls für Geistigbehindertenpädagogik in Mainz mitte der 1960er Jahre

Guggenbühl:
Befasste sich als einer der ersten wissenschaftlich mit dem "Kretinsmus" und gründete in der Schweiz eine Heilanstalt. [ mehr Infos ]

Guggenmoos:
gründet erste Schule für Schwachsinnige Kinder in Österreich

Itard, J.M.G.:
Arzt am Nationalinstitut für Taubstumme. Begann um 1800 einen Erziehungsversuch mit dem Wildkind "Victor" [ mehr Infos ]

Pestalozzi:
setzte sich immer wieder für die Erziehung von schwachen Kinder ein und unternahm fortwährend Versuche, Heimplätze für verwahrloste, häufig behinderte Kinder zu schaffen.

Eßbach, Sigmar:
Der Begründer einer Pädagogik bei geistiger Behinderung in der DDR

Sprachbehinderte

Blume
Veröffentlicht 1841 "Neueste Heilmethode des Stotterübels". [ weitere Infos ]

Diefenbach
Veröffentlicht 1841 "Die Heilung des Stotterns durch eine neuartige Operation". [ weitere Infos ]

Gutzmann, A. (1837-1910)
Taubstummen- und Sportlehrer an der städtischen Taubstummenanstalt in Berlin. 1879 veröffentlichung des Buches "Das Stottern und seine gründliche Beseitigung". [ weitere Infos ]

Klencke
Veröffentlicht 1844 "Die Störungen der menschlichen Sprachorgane". [ weitere Infos ]

Kussmaul
Veröffentlicht 1877 "Die Störungen der Sprache". Nach Kussmaul ist das Stottern eine "spastische Koordinations-Neurose". [ weitere Infos ]

Madame Leigh
Eröffnete im Jahr 1825 in New York eine Schule für Stotterer. Sie glaubte, durch Zungenübungen, die richtige Zungenstellung beim Sprechen zur Gewohnheit machen zu können und damit das Stottern zu überwinden. [ weitere Infos ]

Wyneken
1868 Aufsatz "Über das Stottern und dessen Heilung". [ weitere Infos ]
 

Exkurs: Erziehungsberatungsstellen 

Adler, Alfred:
Nimmt 1922 in seinem Werk "Heilen und Bilden" Stellung zu der Arbeit in Erziehungsberatungsstellen: "In der Familie entstanden, kann die Verwahrlosung durch die Familie nicht geheilt werden." 

Fürstenheim, Dr. med:
Gründet 1906 des "medico- pädagogische Poliklinik für Kinderforschung, Erziehungsberatung und ärztliche erziehliche Behandlung"

Homburger, August:
Eröffnet 1917 die erste heilpädagogische Beratungsstelle

Prüfer, Johannes:
Ruft 1918 den "Verein zur Förderung der häuslichen Erziehung" ins Leben. In diesem Rahmen richtete er Beratungsstellen im ganzen Dt. Reich ein.

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